Schwanensee oder so…

Schwäne sieht man häufig und sie haben sich als leicht verstaubtes Inventar in unserem kollektiven Gedächtnis eingenistet…
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Weil ich meins grade verlegt hab könnt ihr hier mal nachschauen .
Was mir einfältig einfällt wenn ich an meine Beobachtungen von Schwänen denke sind positive Schlagworte wie „weiß, kraftvoll, ruhig, elegant“, aber es drängen sich auch ganz andere auf, darauf komm ich gleich zurück…
Mit Leichtigkeit kann man die Darstellung von Schwänen verkitschen, dann schießt es etwas über die obigen Assoziationen hinaus: Es kommen eigene Sehnsüchte ins Spiel und die inneren Bilder des Vogels werden von diesen überlagert. (Auch Kraniche eignen sich dafür sehr gut und ich bin oft genug etwas irritiert wenn Leute z.B. auf nen Beobachtungsturm wollen und fragen: Sind Kraniche da?  Wenn das verneint wird war’s das erst mal mit der Vogelwelt und ich glaub, sie sind froh, wenn sie gleich, puhh, zum Kaffetrinken können…)
Zurück zu den Schwänen: Wir sprechen jetzt erst mal von nur Höckerschwänen (die mit dem Höcker auf dem Schnabel, ja, es gibt noch andere, werdet ihr sehen). Als ich dachte „Ich stell zuerst mal ne Diashow zusammen“ und dafür meine Fotos raus gesucht hab und nach lizenzfreier Musik im Netzt suchte, fiel mir zuerst „Schwanensee“ von Tschaikowsky ein, aber als ich per Kommentar den Vorschlag für „Le Cygne“ (Der Schwan aus Camille Saint Saens “ Karneval der Tiere) bekam hab ichs geändert, hörts euch an, lasst euch fallen oder haltet euch fest…
Anschließend werd ich den Bilderbogen etwas aufdröseln, denn ein paar Gedanken wollen wir den Gefühlen dann doch zuordnen, einverstanden?

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Musik: Camille Saint-Saens „The Swan“ Lizenz CC-BY-SA 3.0

Noch etwas zum Thema Sehnsüchte: Schwäne bleiben lebenslang, also ca. 16-20 Jahre, zusammen und da sie keine sprachliche Kommunikation pflegen, keine kulturell bedingten Be- und Erziehungsprobleme kennen, scheint das für sie einfacher zu sein als für uns Menschen mit beschleunigter Trennungsrate und sich ausbreitendem Singledasein:
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Und beneidenswerter Weise können sie mir pfeifenden Schwingen rasant fliegen, trotz ihres Gewichts von bis zu 12kg…
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und manchmal fliegen sie zusammen.
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Sie balzen sehr gravitätisch:

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Ihr Nest bauen sie gemeinsam, nahe am Wasser. Es brütet überwiegend das Weibchen…
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denn Mister Schwan hat noch anderes zu tun und damit komm ich zu den anderen homozentrischen! Assoziationen, die ich oben angekündigt habe: „machohaft, aggressiv, unduldsam“.
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Schwäne sind sehr territorial, verteidigen ihr Gebiet heftig und erbittert, und weil es so viele davon gibt ist das auch notwendig:

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(Das gleiche giftige Verhalten, aus dem selben Grund, zeigen übrigens die „niedlichen“ revierbesessenen Rotkehlchen und ein Teil der ebenfalls überpopulierten Menschen).
Die Jungen der Schwäne sind im Dunenkleid weiß…
IMG_6524.jpgoder bräunlich. Hier werden sie mit vom Grund gepflückten Wasserpflanzen gefüttert…
DSC_7262.jpgaber bald können sie das selbst:
DSC_1246.jpgEs gibt auch farblich gemischten Nachwuchs (hier etwas kleiner als der Elternvogel und mit fliederfarbenem Schnabel),
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der manchmal nach seinen Eltern ruft:

Im Winter kann es für Schwäne sehr hart werden, wenn die Teiche zufrieren:

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Schwarze Schwäne gibt es auch, und die mögen den Winter hier noch viel weniger…
DSC_0659.jpgdenn sie kommen aus Australien, wurden hier ausgesetzt und sind verwildert.

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Das solls erst mal gewesen sein was ich euch über Schwäne zu sagen hab, demnächst gibts ne spannende VOGELSTORY über eine andere Art von reisenden Schwänen auf deren Ankunft im November ich mich jedes Jahr freue… Jetzt auch schon wieder…

Ein Gedanke zu „Schwanensee oder so…

  1. ….wieder sehr interessant und unheimlich schön hast Du alles zusammengestellt! DANKE!!! Einmalige Fotos! Und von wegen „Schwanensee“…. denk doch mal an „Karneval der Tiere“ – von Saint Saëns – „Le Cygne – Der Schwan“ , ein wunderbares Stück für Cello…., das passt in meinen Augen viel besser zu Deinen Fotos….

    Lieben Gruß,

    Elke

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