Das Beste am Anfang? Niemals! Oder doch?

In Romanen oder Filmen kommt am Schluss das Happy End, im Computerspiel taucht als Höhepunkt das Endmonster auf…. und wie mach ich das nun in meinem Blog?
Mich langsam zu immer besseren und beeindruckenderen Erlebnisstorys vorarbeiten? Meine imposante Entwicklung diskret ansteigend beschreiben um irgendwann mit einer ganz schwindelerregenden Entdeckung zu enden?
Nee, ich hab mir überlegt, ich machs ganz anders: Ich fang mit meiner bisher bewegendsten Beobachtung an, weil die fast ganz am Anfang meiner systematischeren Vogelbeobachtung stand und mich sehr überrascht hat.
Also, an einem frühen Abend im August 2014 bin ich in eine hügelige Agrarlandschaft ganz in der Nähe gefahren, um Mornellregenpfeifer zu suchen.
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Ich hatte von Beobachterkollegen gehört, dass man sie dort erwarten kann weil das Gebiet ein traditioneller Rastplatz auf ihrem Zug in die Überwinterungsgebiete in Afrika ist.

Nebenbei: Rastplätze sind für Zugvögel extrem wichtig, weil sie dort ihre Fettreserven, ihren „Fettbehälter“ vor den Brustmuskeln, auffüllen können um in Langstreckenflügen ihre Endquartiere zu erreichen.

Als ich ankam waren beste Lichtbedingungen und ich hab mit dem Fernglas eine Ackerfläche abgesucht von der ich wusste, dass sie zu den Ansprüchen passt, die Mornells an Rastplätze haben:

  • Freie Sicht nach allen Seiten um Feinde rechtzeitig zu erkennen
  • Keine vertikalen Strukturen wie z.B. auf einem Kartoffelacker
  • Stoppelfelder müssen umgebrochen sein, damit sie strukturell ihren Brutbiotopen in den Höhenlagen Skandinaviens entsprechen

Ja, und kaum hatte ich das Fernglas vorm Auge hab ich sie auch schon gesehen: 17 Vögel (nicht alle auf dem Foto), eine ziemlich hohe Zahl für diese rastende Art:img_1470
Sie haben auf mich den Eindruck von  kleinen Gnomen gemacht, die langsam auf mich zu trippelten wie die Graugnome in Astrid Lindgrens „Ronja die Räubertochter“, aber in ihren schönen Farben und mit ihren großen Augen wirkten sie freundlich und zutraulich.
Und sie kamen immer näher:img_1713Ich hatte damals durchs Okular des Spektivs mit dem Handy fotografiert, nicht ganz  einfach mit der extrem langen Brennweite die mobilen Vögel im Fokus und im Bild zu halten. Aber sie haben mir Zeit gelassen und ich konnte sie ne gute halbe Stunde fast bildfüllend fotografieren während sie sich näherten:img_1605Und sie kamen noch viel näher:img_1683Irgendwann haben sie dann genug von mir gehabt, hatten den Acker leer gepickt, sind abgeflogen und hinter einer Kuppe verschwunden.

Und ich stand ganz benommen in der Abendsonne und war ein glücklicher Mensch!

In den beiden nächsten Jahren hab ich wieder nach ihnen gesucht, aber keinen gesehen obwohl ich besonders 2016 sehr häufig im Gebiet war. Aber dafür hatte ich dort mit anderen Vögeln Glück, davon mehr in einer meiner nächsten VOGELSTORYs!

Wer sucht der findet…

aber nicht unbedingt was er sucht…

In der letzten Zeit war ich sehr häufig auf dem Bleckmarberg, etwa 10 km von hier. Der „Berg“ ist eine hügelige Agrarlandschaft…
_1200149.jpg und dort habe ich Mornellregenpfeifer gesucht. Die brüten in den kargen Berglandschaften Skandinaviens und rasten auf dem Zug in ihre Überwinterungsgebiete manchmal auf dem Bleckmarberg. Ich hatte 2014, als ich noch ganz neu in der Vogelbeobachtung war, das große und wie ich mittlerweile denke einmalige Glück, 17 davon zu beobachten und in bestem Licht zu fotografieren:
IMG_1470.jpgIMG_1683.jpgIMG_1713.jpg Seither habe ich dort noch keinen mehr gehört oder gesehen, obwohl ich in jedem Jahr zur richtigen Zeit, Mitte August bis Mitte September, gesucht habe …
Aber manchmal bekommt man durch die Fixierung auf ein bestimmtes Ziel gar nicht mit, was sozusagen am Wegesrand los ist und das war gar nicht wenig.
Das waren zunächst mal die wunderbaren Lichtverhältnisse dieser Landschaft mit Regenbogen…
DSC_0087.jpgmorgendlichem Nebelbogen…
_1200200.jpgund üppigen Wolken…
DSC_9728.jpgKornweihen kommen jetzt aus dem Norden hierher, hier streift ein Weibchen im typisch niedrigen Suchflug über das Gebiet.
DSC_1060.jpgDSC_1065.jpgKraniche fliegen zu ihren Rast- und Nahrungsplätzen…
DSC_0645.jpgum auf abgeernteten Getreidefeldern nach Nahrung zu suchen:DSC_0464.jpgMornellregenpfeifer aber würden nur auf abgeernteten und umgebrochenen Feldern rasten, weil dies die Struktur ihrer kargen skandinavischen Brutgebiete ist:
DSC_0003.jpgDoch auch andere Vögel bevorzugen solche Gebiete weil die Nahrungssuche hier einfach ist.
Steinschmätzer suchen auf der krümeligen Erde nach Insekten…
DSC_1013.jpgund Große Brachvögel gehen dort herunter…
DSC_9896.jpgstelzen umher,
DSC_9917.jpgstochern unermüdlich mit ihren langen Schnäbeln nach Nahrung…
DSC_9909.jpgund auch Weißstörche legen dort mal eine Rast ein um genügend Reserven für ihren gefährlichen Flug nach Afrika zu sammeln:
DSC_9971.jpgDSC_9973.jpgSchafstelzen gibt es dort sehr zahlreich, manchmal auf Stoppelfeldern…
DSC_9603.jpgund dort habe ich ein einziges Mal Rebhühner gesehen, die mittlerweile äußerst selten geworden sind.
DSC_9665.jpgSchafstelzen aber rasten auch häufig in Rübenfeldern, in denen sie schnell untertauchen können…
DSC_0148.jpgwenn Greife wie diese junge Rohrweihe nach nach ihnen suchen:
DSC_0177.jpgAuch diese neu gekeimte Zwischenfrucht beherbergte Vögel..DSC_0712.jpgdie man aber nur auf dem Durchzug sehen kann und mit denen ich in diesem Jahr erstmals Glück hatte:DSC_0694.jpgEs sind Thunbergschafstelzen, die aus ihren Brutgebieten in Nordskandinavien hierher kommen um zu rasten und Nahrung aufzunehmen.
Während ich sie noch aus großer Entfernung beobachtete…
DSC_0707.jpgkamen aus der Deckung eines Maisfelds eine Rohrweihe und ein Merlin heran geflogen. DSC_0723.jpgDer Merlin zischte über die auffliegenden Schafstelzen weg.. DSC_0725.jpgund ergriff eine davon:
DSC_0732.jpgSpäter hab ich den Merlin noch mal gesehen, einmal entfernt, auf einem umgebrochenen Feld,
DSC_0944.jpgeinmal ganz nah aus dem Autofenster…
DSC_0995.jpgund hab mich natürlich über diese äußerst seltene Gelegenheit sehr gefreut.
Bin mal gespannt was der Bleckmarberg mir in diesem Jahr noch bietet…

 

Beobachtung einer Raubwürger-Brut ab 22.04.2017

Beobachtungen des Nestbereichs aus 300m Entfernung 

Diesmal viel Text, Detailaufnahmen kann ich euch nicht bieten, weil die große Entfernung selbst für mein Teleobjektiv nur Übersichtsaufnahmen zuließ. Die detaillierteren Aufnahmen sind immer Ausschnittsvergrößerungen der Fotos und von entsprechend geringem fotografischem, wohl aber von dokumentarischem Wert.

Ein Wort zum Naturschutz: Dieses Heidegebiet ist ein Naturschutzgebiet. Das Betreten ist nur auf den öffentlichen Wegen erlaubt, um die dortigen Pflanzen und Tiere nicht zu stören und ihre dortigen Brutreviere zu sichern.

Alle hier veröffentlichten Fotos und Tonaufnahmen sind vom Rand des Gebiets aus auf öffentlichen Wegen entstanden. Dass der Nestrand von einer 300m entfernten Position her so gut sichtbar war, dass ich alles was dort geschah mit meinem Spektiv beobachten und notieren konnte ist ein für mich sehr glücklicher Zufall und ich erlebe es als Belohnung für fast 200 Raubwürger-Beobachtungen, die ich in diesem Gebiet machen und bei Ornitho.de melden konnte.

Es gibt Bedenken, dass eine solche Veröffentlichung Fotografen anlocken könnte. Ich teile sie nicht, denn Raubwürger haben eine sehr große Fluchtdistanz und einen Nistplatz zu finden erfordert große Beharrlichkeit. Selbst wenn man weiß wo ein Nest ist wird es in den allermeisten Fällen nicht möglich sein, es zu sehen. Auch ich habe aus meiner Distanz keine brauchbaren Fotos der Nestlinge machen können.

Diese Beobachtungen aber waren für mich das Schönste und Erfüllendste was ich bisher bei der Vogelbeobachtung und besonders in diesem besonderen Habitat erlebt habe. Ich war fast jeden Tag dort, seit ich den Verdacht hatte, dass sich da etwas Besonderes entwickeln könnte, etwas Besonderes deshalb, weil Raubwürger in Deutschland ziemlich selten sind (Schätzung 2500 Individuen) und eine Raubwürger-Brut deshalb schwierig zu beobachten ist, weil diese Vögel dabei sehr heimlich vorgehen, mit gutem Grund, wie ihr sehen werdet.

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22.04.17:

Raubwürger M u. W suchen mehrmals einzeln, von verschiedenen Ansitzen aus, die dichte Krone einer als Nistplatz geeigneten Fichte auf: Einmal beide gleichzeitig und immer vom selben Ast in der Krone aus, jeweils nach Bodenjagd, machen sich dort zu schaffen, unklar warum. Dies geschieht in einer Aktivitätsphase 18:30 bis 19:30, danach Ruhephase mit gleichzeitigem Ansitzen in gegenseitiger Distanz von 3-50m bis 20:45 nach Sonnenuntergang.

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23.04.17

Ein Vogel taucht um 19:30 in der Nähe der Kiefer auf, deren Wipfel von beiden Vögeln aufgesucht wurde, ca. 20:00 Wechsel zum Ansitz direkt unter diesem Baum, in dieser Zeit keine Jagd und Nahrungsaufnahme, sucht um 20:45 von unten her Schlafplatz in einem niedrigen Wacholder auf.

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24.04.17

7:35 u. 7:46 Flüge eines Vogels zum Wipfel mit bis gestern vermutetem Nest, 7:46 ein Vogel fliegt in diesen Bereich, durch Zweige ist deren Aktivität im Nestbereich sichtbar, ein Vogel wartet während dessen am Stamm einer benachbarten Kiefer. – 7:48 zwei Vögel im Nestbereich, beide aktiv, – 8:08 Sammeln von Rindstücken und -streifen, eventuell auch Zerlegen von Nahrung – 8:15 beide im Nestbereich tätig. Unklar ob Fütterung oder Nestbau, Beobachtungsentfernung 320-350m, nur von dort Einschlupfbereich von Weg aus sichtbar.

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25.04.17

Beobachtung: 9:45-11:15, starker Wind, zwischendurch Schauer: Ein Vogel fliegt mehrmals kurz in den Wipfel zum Nistbereich, während dieser Zeit 2mal Ansitz unten in der Nähe des Baums, einmal geht Wandergruppe relativ nahe an diesem Vogel vorbei ohne dass er auffliegt. Danach Abflug Richtung S, dort eine Stunde später einen Vogel in einer ca. 200m entfernten Kiefer ca. 10 Min. gesehen, dann bis 11:45 keinen mehr.

Beobachtung 18:30-19:40 aus näherer und vom Einblick her günstigerer Position: Mehrere Ein- und Abflüge von 2 Vögeln im fraglichen Bereich. Nest befindet sich hinter einem etwas dickeren Ast und schließt mit diesem ab, so dass ein mehrere Minuten lang sitzendes Weibchen beim Glätten des Nestinneren zu erkennen war. Danach wieder Abflug und Ruhephasen. Drehungen im Nest wobei Kopf komplett zu sehen und Schwanz aufgerichtet war, auch Eintrag von kurzem Nistmaterial und dessen Zurechtzupfen am Nestrand beobachtet. Späteres Brüten sollte von hier aus zu erkennen sein. Zwischendurch Attacke gegen einen Buntspecht.

26.4.17

Beobachtungszeit 18:48 bis 20:25, Sonne und Wolken im Wechsel. Im Wesentlichen wie gestern, gemeinsamer (3mal) oder einzelner Aufenthalt (6mal bis ca. 3 Min.) im Nestbereich, dort Aktivität im Nest sitzend, mit dem Schnabel Bearbeitung des Nestrandes. Eventuell wegen des bisher schlechten Wetters mit Regen- und Hagelschauern Verzögerung beim Nestbau. Diesmal auch Aufenthalt direkt vor dem Nestbereich und dicht darüber, sonst unter dem Baum allein und zu zweit (mehrere Minuten) oder im Wipfel, dort auch länger (knapp 30 Min.) 20:20 letzter Ein-und Ausflug im Nestbereich.

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28.4.17

Beobachtungszeit 7:43-8:35. Wesentlich aktiverer Nestbau in fortgeschrittener Phase als bei der letzten Beobachtung, Innenauskleidung des Nests. Höhere Frequenz der Einflüge, längere Verweildauer im Nest und ganz kurze Ruhephasen mit Beobachtung der Umgebung. 11 Einflüge mit anschließender Aktivität im Nest, immer in Sitzposition und Drehungen bis 180º im Nest und Zupfen am Nestrand. Übergabe von Nistmaterial und „fliegender’“ Wechsel des Sitzens im Nest, längste Verweildauer ca. 3 Min. Zwischendurch auch kurze Ansitze im Wipfel, einzeln, aber auch 3mal gemeinsam im Abstand von minimal 30cm.

29.4.17

Beobachtung 7:38-8:32 in dieser Zeit 10 Einflüge. Ein Vogel durchgängig aktiv, der andere 8:10 bis 8:29 auf Warte im Wipfelbereich. Aufenthalt im Nest zwischen wenigen Sek. und 2 Min. Aktivität wie bisher: Sitzen im Nest, mit Drehung und Zurechtzupfen der Nestränder und -seiten. Suche nach Nistmaterial in entfernterem Bereich und mit längerer Abwesenheit, evtl. Suche nach spezielleren Materialien als bisher zum Auspolstern des Nests.

Beobachtung 18.40-19:40 zusammen mit Christian Makus: Deutlich geringere Aktivität als am Morgen, 18:53 erster Einflug, danach noch 4 weitere mit Sitzen im Nest, steil aufragendem Schwanz, mehr oder weniger heftigen Kopf- und Schnabelbewegungen am Nestrand, Drehung im Nest. Ein kurzer Ansitz unterm Nest mit rundlicher Feder im Schnabel, danach sehr kurzer Einflug zum Ablegen der Feder, sonst Verweildauer im Nest bis zu 2 1/2 Min. Zwischendurch längere Ansitze auf Wacholderspitzen und kleiner Eiche bis 200m vom Nest entfernt mit Bodenjagd und kurze Ansitze im Wipfel in Nestnähe.

1.5.17

7:30-8:30 Starker, kalter Wind, Höhe des Nestbereichs Schätzung 12m, entsprechend heftige Bewegung des dortigen Geästs. 11 Einflüge, Tätigkeit im Nest max. 3Min. Kurze Verweildauer über oder unter dem Nestbereich, einmal Männchen 7 Min. im Wipfel, einmal Zerkleinern von Nahrung auf Gezweig ca. 1m überm Boden am Fuß des Nistbaums. Eine sehr dichte Annäherung beider Vögel mit Geflatter, evtl. Kopula

2.5.17

8:28-9:30 Wind, bewölkt, 4º. 11 Einflüge, einmal 2 Vögel gleichzeitig, Verweildauer meist kurz (10 bis 30 Sek.) einmal ca.2 Min. Einmal auch Tätigkeit unterm Nest hängend und am äußeren Nestrand. Kurzer Ansitz im Wipfel, längere Ansitze unterm Nistbaum allein oder zu zweit, auch am Fuß des Nistbaums in einem unbelaubten, ca. 3m hohen Laubbaum und weiter oben, etwa 4m unterm Nest. 2 Ansitze auf Wacholdern in 100-200m Distanz vom Nest, dorthin Tiefflüge dicht überm Grund

3.5.17

17:14-19:10: Um 17:40 erster Vogel taucht unterm Nest auf, dann „normaler“ Jagdbetrieb von verschiedenen Ansitzen aus, 18:10 Überflug Rohrweihe, beide Vögel flüchten,18:28 ein Vogel rüttelt, 18:29-31 bisher nicht gesehenes Verhalten im Nest: Vogel macht sich flacht und drückt sich mehrmals lang gestreckt ins Nest (Eiablage?), danach Flug in den Wipfel mit Ansitz. 18:48 Vogel vertreibt Singdrossel von Wacholder 19:02 2 Vögel kurz zusammen im Nestbereich.

4.5.17

7:45-8:47 7º Nieselregen. Beobachtung zeitweise zusammen mit Udo Hallau und Thomas Wyrwoll. 7:45 ein Vogel Ansitz unterm Nest 7:58 Ansitz im Wipfel, 8:00 Einflug, Weibchen sitzt auf Nest, Männchen wacht, 8:05 Weibchen fliegt hinzu, 8:19-8:47 Weibchen sitzt, anders als bisher, ruhig im Nest steht einmal kurz auf, steht auf Nestrand und beugt sich ins Nest. 9:19-9:37 Männchen wacht im Wipfel.

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5.5.17

10:04-10:58 nach Regen in der Nacht noch Nieselregen, 7º windstill. 10:04 Weibchen auf Nest, Nahrung im Schnabel, danach Flug in Wipfel.10:09-10:12 am Boden. 10:18 beide Vögel sitzen eng zusammen, Bodenjagd, dann Ansitz zusammen, 2 nistende Goldammern aufgeregt direkt unter beiden Vögeln auf gleichem kleinen Baum.10:30-35 im Nest, kurz nach unten raus, sitzt dann im Nest bis 10:47. Keine Ansitze abseits des Nistgebietes.

6.5.17

7:15-8:38 diesig, schwacher, kalt wirkender Wind, 8º.Während der ganzen Zeit rufender Kuckuck im Gebiet, einmal Vorbeiflug ca. 50m vom Nest entfernt. / 7:15 Rw-Weibchen im Nest, drückt sich mit rüttelnden Bewegungen tiefer ins Nest. 7:23 aus Nest, dann Ansitz unterm Nest, 7:41-7:50 wieder im Nest, raus und nach unten durchs Gezweig, keine direkten Abflüge wie bisher. 7:55 mit Männchen Ansitz unterm Nest, beide Bodenjagd im Nestbereich. Gelegentliche Bettelbewegungen eines Vogels, einmal mit Feder im Schnabel. 8:17 beide im Nest, keine direkten Anflüge sondern von unten ins Gezweig, dann zu Fuß ins Nest. Männchen gleich wieder raus, Weibchen sitzt bis 8:20, dann wieder 8:28-8:38, dann wieder Ansitz unterm Nest.

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7.5.15

8:28-9:45 11,5º sonnig. 8.31 Vogel Ansitz auf kleiner Eiche unterm Nestbaum 8:38 etwas höher 8:40 zweiter dazu, Feder im Schnabel. Kurzer Einflug ins Nest, zurück zum ansitzenden Partner. 8:58 ins Nest, sitzt im Nest, „rüttelt“ sich tief hinein, einmal mit Bettelbewegungen der Flügel 9:11 Abflug aus Nest aus Deckung, im Tiefflug mind. 200m weiter. 9:23 2Vögel Ansitz unten. 8:32 kurz im Nest, steht auf Nestrand, Ausschau vom Eingang aus, direkter Abflug zum primären Ansitz 200m entfernt.

8.5.17

6:25-8:02 8º bedeckt, leichter Wind. Beide Vögel Ansitz unterm Nest, 2m überm Boden. 6:44 Weibchen Einflug, 6:47 Männchen füttert sitzendes Weibchen, darauf beide runter, Ansitz in kleiner Eiche am Fuß des Nistbaums. 6:52 Eichelhäher wird von einem Rw im Flug attackiert, danach sofort noch einmal von einer Wacholder-Warte aus, nachdem er sich im Heidekraut versteckt hat. Danach ruhen beide Rw unterm Nistbaum, von dort aus Bodenjagd. 7:25 Weibchen hüpft in Deckung am gebogenen Wipfelast entlang ins Nest, 7:32 wieder raus, hält am Nesteingang Ausschau, bleibt im unmittelbaren Nestbereich. 7:33 Männchen auf Warte im Wipfel, Weibchen wieder im Nest, Schnabel nach unten, Bewegungen des Kopfs (Eier zurecht rücken?) 8:51 Männchen füttert Weibchen, danach sitzt es unten an. 7:58 Kuckuck fliegt an Nest vorbei, Weibchen tief im Nest, Männchen unten nicht zu sehen, dann dieses auf Ansitz 200m entfernt. 8:02 Nahrungsübergabe an Weibchen. Eventuell heute alle Eier abgelegt und Übergang vom gelegentlichen warm halten der Eier nicht vollzähigen Eier in konstante Brut. Weibchen bei Ende der Beobachtung noch immer im Nest.

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9.5.17

18:40-19:50 9º windstill, bedeckt, in der vorherigen Nacht -2º. Beobachtungen zusammen mit G.W. Fuhrhop. Weibchen auf Nest, tief herunter gedrückt, meist nur Kopf bis zum Augenstreif zu sehen. 8:52 Männchen sitzt im Wipfel, Baumfalke fliegt höchstens 50m am Nest vorbei, Reaktion des M nicht beobachtet, 18:58 M sitzt unten in kl. Eiche 19:10 Ansitz des M 250m vom Nest entfernt auf Wacholder. 19:18 W steht auf Nestrand, Kopf tief im Nest, dreht Eier.19:19 Futterübergabe im Nest, danach M unten in kl. Eiche, zerkleinert eingeklemmtes Kleintier, wahrscheinlich Zauneidechse, grüne Farbe und längliche Form zu erkennen. W kommt dazu, bettelt 4mal, nach jedem Betteln Fütterung durch Männchen, das Stücke am Depot abreißt und übergibt, zuletzt sehr großes Stück, welches das Männchen für sich behalten möchte, das ihm aber vom Weibchen entrissen und verzehrt wird. 19:25 W zurück ins Nest, benutzt verdeckten Zugang, sitzt. 18:45 W bewegt Eier. Männchen weiter Ansitz in kl. Eiche am Fuß des Nistbaums.

10.05.17

18:30-20:10 Männchen sitzt kurz im Wipfel, jagt mit Erfolg bis 18:55 in geringen Abständen größere Insekten, mehrere Falter (versucht Flügel an Ast abzustreifen), eine Spinne, deponierte einen Teil der Fänge in Depots an Wacholdern. 18:58 beide in Heidegebiet, Weibchen bettelt erfolglos, holt dann selbst Nahrung aus Depot. 19:04 Weibchen sitzt, 19:21 Männchen deponiert Falter in Depot an Wacholder. 19:28 M füttert W am Nest, danach kurzer Ansitz im Wipfel. 19:31 M Ansitz auf kleiner Eiche, aufgeregte Goldammer höchstens 1m vorm Männchen, das sie ignoriert und 19:33 sehr dicht an ihr vorbei auf einen entfernteren Ansitz fliegt.19:40 M im Wipfel, 19:55 M füttert W. 20:05 W aus Nest, kurzer Ansitz unten, 20:08 M füttert W im Nest, W kurz raus, 20:10 wieder im Nest.

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11.05.17

18:50-19:55 19º mittlerer Wind, Sonne und dünne Wolken. 18:50 Futterübergabe am Nest, danach beide kurz runter, W. zurück in Nest. 19:00 W steht kurz auf, M vertreibt Buntspecht aus Nestnähe. 19:06 M frisst aus Futterdepot 19:07-11 Nest leer, dann W im Nest, M Ansitz unten, 19:27 M verjagt Kleinvogel 19:33 M Ansitz 200m vom Nest entfernt. 19:40-51: Baumfalke jagt im Gebiet, dicht überm Grund wie ein Merlin, dichter Vorbeiflug am Nest, Weibchen im Nest, Männchen nicht zu sehen. 19:53 M auf hohem Ansitz in größerer Eiche, 200m vom Nest entfernt.

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12.05.17

18:30-19:32. Schwacher Wind, 19º. Weibchen im Nest, M Ansitz im Gelände, Jagd. 18:40 Baumfalke jagt ca. 5 Min. lang, M bleibt unbeeindruckt auf Ansitz. 19:11 Weibchen bettelt im Gelände direkt beim M , dieses füttert, fliegt danach aus größerer Distanz knapp überm überm Grund Nistbaum an, dann steil hoch, ins leere Nest mit Raupe im Schnabel. Weibchen kommt dazu, Futterübergabe im Nest. 19:16 beide unten, Weibchen jagt, 19:20 W im Nest

13.05.17

18:25-19:33. 17º, zeitweise starker Regen. M steht bis zum Ende des heftigen Schauers um 18:55 im Wipfel, W im Nest. 19:10 beide unten, Weibchen bettelt, fliegt hinter M her, dann ins Nest. 18:12 M füttert W im Nest, anschließend M auf Ansitz im Gelände.

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14.05.17

19:15-20:20. Weibchen sitzt im Nest. 19:25 verlagert Eier. 19:35 hält Ausschau am Zugang zum Nest, fliegt runter zum Ansitz, Männchen kommt sofort dazu, M verjagt Specht.19:37 W zurück ins Nest, Männchen steht kurz auf Wipfel. 19:40 M sitzt an und jagt. 19:51 Weibchen aus Nest, jagt im flatternden Tiefflug, Männchen steigt gleichzeitig jagend steil auf. 19:53 W wieder im Nest. 20:12 M füttert W im Nest, danach kurz im Wipfel, dann unten Ansitzjagd.

15.05.17

16:18-19:15 17º leichter Regen. 16:18 W sitzt im Nest, M kurz in Krone, dann Jagd. 16:43 W steht kurz auf 16:50 W putzt sich, drückt sich tief ins Nest. 16:53 W unten in kl. Eiche, 16:58 Abflug, 17:00 wieder im Nest.17:06 M wacht auf Wipfel. 16:12 M fliegt weiter weg, 16:13 W hinterher. 16:15 W im Nest.

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17.05.17

19:15-20:10 25º Kräftiger Wind. W sitzt auf Nest, M nicht zu sehen. 19:27-30 W unruhig, steht auf, hält Ausschau 19:42 W vom Nest, 19:45 M und W am Nest. 19:42-47 M im Wipfel. 19:49 M verjagt Kuckuck in Bodennähe. 19:52-54 u. 20:00-02 W steht seitlich vom Nest, sitzt anschließend. 20:06 Männchen frisst unten am Depot in kl. Eiche, Weibchen kommt sofort vom Nest aus dazu, M füttert W, anschließend frisst dieses am Depot, M sitzt etwas höher. 20:06 W wieder im Nest.- Männchen sitzt während der Beobachtungszeit nicht im Bereich bis 200m vom Nest an, keine kontinuierliche Bewachung.

19.05.17

8:08-9:05 bedeckt. W sitzt, 8:21-23 steht auf Nestrand. 8:24 M Ansitz 200m entfernt. 8:32 Eichelhäher fliegt dicht am Nest vorbei. 8:35 M auf Wipfel, W auf Nestrand, putzt sich. 9:05 M Ansitz auf Wipfel, W im Nest

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20.05.17

18:40-19:25 17º. W im Nest, M auf primärem Ansitz. 18:45 M jagt. 18:57 M füttert W, dieses verlässt Nest, M setzt sich max.10 Sek. ins Nest, dann Wache auf Wipfel. 18:58 Weibchen frisst an Depot, zurück ins Nest.19:00 Kuckuck, braune Morphe, Ansitz ca. 250m vom Nest entfernt, geht kurz runter ins Heidekraut, dann Ansitz auf niedrigem Strauch. 17:06 Rw M fliegt in rasantem Tiefflug aus großer Entfernung auf den ihm abgewandten Kuckuck zu, attackiert ihn rücklings äußerst heftig, so dass dieser die Flucht ergreift. Rw M bleibt kurz in der Nähe auf Ansitz, dann verschiedene Ansitze.

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23.05.17

19:10-19:50 kräftiger Wind. W auf Nestrand, dann ins Nest. M Ansitz im Gelände. 19:18 W 2 Min. außerhalb des Nests. 18:25-29 W putzt sich am Nestzugang, direkt vor dem Nest. 19:30-33 Baumfalke jagt, kein M zu sehen. 19:48 W kurz auf Nestrand.

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24.05.17

7:50-8:25 8º leichter Wind. 7:50 W auf Nest M unten auf Ansitz in Nestnähe. 7:59 M weiter oben, dann Jagd. 8:09 M füttert W, ganz kurze Futterübergabe, dann Ansitz auf Warte unten bis 8:25.

25.05.17

18:50-19:20 20º leichter Wind. 18:50 W sitzt. 18:57 und 19:00 M füttert W, anschließend M 1 Min. Ausschau in Nestnähe. 2 Rabenkrähen im Gebiet am Boden. 19:12 beide fliegen ins Nest, evtl Futterübergabe, W sitzt. M Ansitz auf Warte unten.

26.05.17

18:15-18:45 25º schwacher Wind. 18:15 W sitzt, M füttert, unklar ob geschlüpften Jungvogel oder Weibchen. 18:18 M füttert am Nest. 18:20 beide raus, ein Vogel zeigt aufgeregtes Verhalten, macht sich flach mit Schwanzschlagen, danach kurz im Wipfel und Ansitz M u. W. etwa 2m überm Grund. 18:33 M füttert W im Nest, dieses beugt sich anschließend sofort tief ins Nest, füttert evtl. Jungvogel. 18:36 M sitzt in Nestnähe an. 18:40 W putzt sich am Nestrand, 18:44 W sitzt.

27.05.17

18:28-19:20 25º mittlerer Wind. 18:28-40 W sitzt auf Nestrand, dann kurz im Nest. 18:47 steht hoch auf Nestrand. 19:49 M bringt W Futter, macht dafür nicht wie in der letzen Zeit einen direkten Einflug, sondern fliegt unterhalb des Nests ein und geht versteckt zum Nest. 18:55 W sitzt im Nest, M bringt W Futter, W füttert damit frisch geschlüpfte Jungvögel im Nest, die für mich nicht zu sehen sind, weil ich in sehr flachem Winkel aus 300m Distanz das Nest in ca. 12m Höhe beobachte. Schlüpftermin passt zur beobachteten letzten Eiablage am 8.5. Fütterungsverhalten von Herbert Grimm (Experte für Raubwürger) bestätigt. 19:00 W auf Nestrand, 19:05 steht auf Nestrand, putzt sich.19:09 sitzt tief im Nest, wärmt die Jungvögel. 19:18 M füttert W, dieses anschließend tief im Nest. Nach Mitteilung von H. Grimm wird das W noch eine ganze Weile bei den Jungvögeln bleiben bis es ebenfalls füttert.

29.05.17

8:45-19:25 27º windstill. 18:45M fliegt ins Nest, kurz Ansitz auf Wipfel. 18:45 M übergibt Futter an W, dieses füttert Jungvögel vom Nestrand aus, M in den Wipfel. 18:59 M fliegt ins Nest, anschließend Ansitz im Wipfel, M steigt hoch auf, jagt in der Luft, dann zurück zum Wpfel . W auf Nestrand, dann knapp unterhalb des Nests im Gezweig. 19:02 M verlässt Wipfel, jagt im Gelände. 19:24 M füttert, beide entfernen sich vom Nest, W bleibt in Nestnähe. 19:25 W fliegt weg vom Nestbereich. W saß während der Beobachtungszeit nicht im Nest, hohe abendliche Lufttemperatur.

30.05.17

20:19-21:00 unmittelbar nach starkem Gewitter mit abgerissenen Blättern und Zweigen und sehr großer Wassermenge. 20:19 W sitzt tief im Nest, wenige Bewegungen. 20:54 M füttert W am Nestrand, W sofort wieder ins Nest.

01.06.17

17:45-18:30 17º windstill. 17:45 M oder W füttert nach seitlichem, verdecktem Einflug. 17:50 W füttert, 17:52 W ins Nest. 17:58 W putzt sich unterhalb des Nests, M füttert im Nest, Schnäbel von Jungvögeln kurz überm Nestrand sichtbar. W holt sich Anteil vom Futter. Beide Eltern fliegen aus. 18:00 W füttert, bleibt danach am Nest. 18:05 W runter durchs Geäst zur Jagd, Nest bleibt unbewacht bis 18:24 als W füttert und danach im Nest sitzt.

DSC_0006.jpg

04.06.17

17:25-18:04 22º windstill 17:25-30 W im Nest. 17:33-37 Grünspecht unbemerkt ca. 2m unterm Nest. 18:02 W Fütterung, dann 2 Min. direkt unterm Nest. Zwischendurch 3mal von mind.2 Jungvögel schwankenden Kopf überm Nestrand beobachtet. In der meisten Zeit Nest unbewacht, Altvögel nicht beim Ansitz im Gelände beobachtet.

06.06.17

19:08-20:12. 19:08-12 Elter im Nest. Junge befiedert. 19:017 Fütterung, 19:18 Ansitz direkt unterm Nest. 19:24 Ansitz 150m vom Nest. 19:40 Fütterung, Ansitz 100m vom Nest, jagt dort Misteldrossel auf. 19:53 beide Eltern füttern., Ansitz M auf Wipfel, von dort steiler Jagdaufstieg mit anschließender Fütterung. 19:02 heftiges Flügelschlagen eines Jungvogels.

08.06.17

18:15-19:17. Fütterung 18:17/ 34 / 36/ 38 / 43 /45 / 47 49 / 50 / 20:04 Fütterung. Zwischendurch 2mal Buntspecht vertrieben.

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09.06.17

18:40-19:40. Fütterung 18:46 /48 / 19:07 mit Abtransport von Kotballen (beobachtet von Petra Kloss) 19:32 Ansitz M im Wipfel.

10.06.17

20:00-20:20. 20:00 Attacke M auf überfliegenden Turmfalken. 20:10 / 20 Fütterung. Jungvögel sehr mobil, Putzen, Flügelschlagen, einer steht auf dem Ast vorm Nest, Befiederung inkl. Abzeichen auf Flügel voll ausgebildet, reguläre Nestlingszeit endet morgen.

12.06.17

9:28-10:10. 17º heftiger Wind, Nest mit starker vertikaler Bewegung. Heute erstmals 3 Jungvögel im Nest gesehen. Nest nur einsehbar aus 300m Entfernung. 9:28 ein Vogel Ansitz ca 150m vom Nest entfernt. 9:40 / 47 / 51 / 10:03 / 05 Fütterung der Jungvögel durch jeweils einen Elternvogel, dazwischen Jagd im Gelände, einmal sehr hoher Aufstieg mit Rütteln:

DSC_8022.jpg

13.06.17

18:45-19:45 Nest leer, die Jungen im Wipfel des Nestbaums neben und unter dem Nest verteilt. Mind. 6 Fütterungen, unklar ob durch M oder W. Zwei Jungvögel auf Ast ca. 1,5m unterhalb des Nests, einer weiter oben ca. 50cm neben dem Nest, hinter Zweigen verborgen, darauf nur durch dort einfliegenden fütternden Elternvogel zu schließen. Foto: Unten Eltern- oben Jungvogel mit hellem Schnabel und blasserer Maske.

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14.06.7

17:00- 17:42 Wipfelgruppe im Nestbereich ohne Jungvögel.17:17-42 ein Altvogel Ansitz unterm Nistbaum.

15.06.17

6:44-7:40 Zunächst kein Rw zu sehen. 6:52 M im Wipfel des Brutbereichs, Schwanzschlagen. Ab 7:02 Ansitz im Gelände, 7:06 beide Elternvögel zusammen auf einem Wacholder, vorher bettelnden Jungvogel, gesehen (kann auch Weibchen gewesen sein). 7:20 Rw mit Futter für Jungvögel. Jungvögel nicht mehr im Wipfelbereich, wahrscheinlich im Gelände um den Brutbaum, evtl. in Wacholdern.

DSC_8123.jpg

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16.06. 17

Zunächst kein Vogel im Gelände zu sehen, dann mindestens ein adulter Vogel auf verschiedenen Ansitzen. In Wipfelregion des Nistbaums 2 Jungvögel entdeckt, die gefüttert wurden und dabei auf den Altvogel zu gingen.

Ein Rotmilan wurde von einem Raubwürger attackiert:DSC_8163.jpgDSC_8164.jpg
Foto: Ein adulter Raubwürger, zwei 1.KJDSC_8191.jpg
19.06.17

Ansitz eines adulten Jungvogels im Gelände ca. 250m vom Nistbaum entfernt. Ein Jungvogel wird auf einem Wacholder, auf dem er sich versteckt hat, vom Elter gefüttert, fliegt zu einem nahe gelgegenen Gesträuch, dort evtl. nooch 2. Jungvogel. Der Altvogel warnt die Jungvögel bei meiner Annäherung vom Rand des Gebiets aus.
Fliegt dann zu einer weiter entfernten Wart und warnt von dort aus weiter. Foto aus 190m Entfernung um 21:30, Altvogel bis 21:40 auf Ansitz. Evtl. noch ein weitererer Jungvogel am 300m entfernten Waldrand: Flug eines Altvogels in den Wald in niedrigem Anflug, bisher noch nie beobachtet. Evtl. Betreuung der Jungvögel zwischen den Eltern aufgeteilt.

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Jungvögel werden 2mal auf Wacholder gefüttert, kommen aus dichtem Laubwerk und fliegen wieder dort hin. Kurz eine Rohrweihe M in der Nähe, Altvogel versteckt sich im Heidekraut, kommt bald wieder heraus und beobachtet den Ort, an dem die Rohrweihe nieder gegangen ist, diese bleibt verschwunden, wohl hinter Kuppe abgeflogen.

Fotos Entfernung 190m.DSC_8481.jpg19.06.17

Jungvögel werden 2mal auf Wacholder gefüttert, kommen aus dichtem Laubwerk und fliegen wieder dort hin. Kurz eine Rohrweihe M in der Nähe, Altvogel versteckt sich im Heidekraut, kommt bald wieder heraus und beobachtet den Ort, an dem die Rohrweihe nieder gegangen ist, diese bleibt verschwunden, wohl hinter Kuppe abgeflogen. Foto: Entfernung 190m.
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Bettelrufe Jungvögel:


24.06.17
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8:40-10:15 Nur ein Vogel zu sehen auf verschiedenen Ansitzen im ganzen Gebiet.
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Bleibt auch in kräftigem Regen auf Position.
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Warnt Jungvögel in hoher Erregung von einer Birke aus ih hoher Erregung:

Bestimmung der Aufnahme Herbert Grimm.

18:45-20:20 Zwei Jungvögel am Boden.

DSC_8575.jpg DSC_8578.jpgSuchen Nahrung ca. 200m vom Baum entfernt, auf dem sie um 19:10 gefüttert werden.
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Später tiefer Ansitz der Jungvögel auf diesem Baum, Flüge auf den Boden in nächster Umgebung.
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Rütteln eines Altvogels in der Nähe dieses Baums, der seit Jahren primärer Ansitz ist, beide Altvögel gleichzeitiger Ansitz.

26.06.17

Jungvögel erkunden mit und ohne Altvogel das ganze Gebiet, sitzen mit Altvogel auf höchsten Wacholdern, suchen Nahrung am Grund der Heide, erkunden Wacholderbüsche von innen. Werden immer noch gefüttert.
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01.07.17

Jungvögel streifen durchs Gebiet, werden gefüttert.

DSC_8917.jpgDSC_8939.jpgDSC_8936.jpg

02.07.17

Altvogel zerteilt Kleinvogel, wahrscheinlich Feldlerche, im Nieselregen und füttert damit die Jungvögel. Erstmals im Gebiet Raubwürger mit erbeutetem Vogel gesehen.
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05.07.17

Jungvögel erkunden zusammen und allein das Gebiet, werden gefüttert.

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DSC_8939.jpg
11.07.17

Nur noch ein Jungvogel zu sehen, letzte Beobachtung, seither keinen Raubwürger mehr im Gebiet beobachtet.
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24.07.17

Vorläufiges Ende dieses Beitrags bis zur erneuten Sichtung eines Raubwürgers im Gebiet

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Es werden immer mehr…

In der letzten Zeit war ich fast jeden Tag unterwegs und es gab immer wieder Überraschungen, Unerwartetes und Merkwürdiges.
Ich fang mal mit gestern am späten Abend an: Ich war in einem Heidegebiet um Raubwürger zu beobachten. Dort passiert nämlich das Spannendste was ich bisher erlebt habe: Raubwürger brüten dort! Ihre Nester sind sehr schwierig zu entdecken, aber durch kontinuierliche Beobachtung hab ich eines gefunden. Es liegt hoch ein einem Wipfel, ich kann durchs Spektiv aus 300m Entfernung das Nest sehen und bekomme ziemlich genau mit was dort passiert. Ich bin fast jeden Tag für mindestens ein Stunde dort und protokolliere meine Beobachtungen. Darüber werde ich euch aber später berichten.
Also, gestern Abend war ich im Gebiet und plötzlich waren 2 Freunde da, zwei Globetrotter, die ich bei der Beobachtung kennen gelernt habe, sehr sympathische, welt- und naturerfahrene Typen. Wir haben entspannt zusammen gesessen, gegessen, erzählt und auf etwas gewartet. Als die Dämmerung kam haben wir dieses gehört:

Es ist der merkwürdige nächtliche Gesang des Ziegenmelkers, sein Schnurren und am Ende des Gesangs sein Flügelklatschen. Ein Foto ist wegen der Dunkelheit schwierig, aber nach diesem Gesang hatte ich neulich mehr Glück:

DSC_6814.jpgEin Wendehals streifte durchs Heidegebiet um ein Weibchen heran zu rufen und ich hoffe, dass er Erfolg damit hat.
Glück hatte ich auch bei der nächsten Beobachtung: Erstens hat mich ein Freund über den Standort informiert und zweitens waren sie da, aber nicht gleich, sondern zuerst hab ich dies gesehen:
DSC_6949.jpg Einen Turmfalken, der dort ruhte und nach Beute suchte, und als er weg war tauchte endlich dieser Vogel auf:
DSC_6968.jpgEin Wiedehopf, ein wirklich seltener Gast und noch seltenerer Brutvogel bei uns, eine Schönheit und eine große Freude für mich. Ich hab dort noch einen zweiten gesehen, aller Wahrscheinlichkeit nach ein Brutpaar.
Diesen Ankömmling hab ich auch gehört:

Es ist der kurze Gesang eines Pirols, der so gelb ist, dass man meinen könnte, seine Gestalt müsste sofort augenfällig sein, aber die verstecken sich so gut im gelbgrünen Blattwerk, dass man sie kaum mal zu sehen bekommt. Auf dem folgenden Foto sind zwei zu sehen, müsst ihr schon etwas suchen, musst ich ja auch ;-)
DSC_8803.jpgAch ja, und nen Schwarzstorch hab ich gesehen, im Überflug
DSC_7189.jpgdann aber auch unten beim Fischen:
DSC_7200.jpgUnd die Baumfalken sind auch wieder da. Neulich streifte einer am Abend dicht über die Heide weil Schmetterlinge geschlüpft sind und ich hätte ihn fast nicht erkannt, weil er senkrecht geflogen ist und mir die helle Unterseite zugekehrt hat…
DSC_6743.jpgaber dann ist er auch wieder konventionell geflogen.
DSC_6548.jpgEin junger Schwarzmilan tauchte in einem anderen Gebiet auf, die sind ziemlich selten bei uns…
DSC_6634.jpgund die Rohrammern singen wieder…
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und die Wiesenschafstelzen…
DSC_6172.jpgund die Dorngrasmücken…
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und die Goldammern und und und…
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Nur die Klappergrasmücken klappern halt vor sich hin….
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Ach ja, die Seeadler schlagen sich wieder mit Kolkraben rum…
DSC_6208.jpgDie Schwarzmilane tragen, wie jedes Jahr, Nistmaterial.
DSC_5749.jpgDie Nilgänse eskortieren ihre Jungen…
DSC_7217.jpgund die Flussuferläufer suchen Insekten aus dem Gras statt im Uferschlamm, wie es sich eigentlich gehört.
DSC_6283.jpgDie Rothalstaucher suchen ein Brutrevier. Inzwischen haben sie eines gefunden, in dem sie besser versteckt brüten können als im Vorjahr, in dem die Brut nicht gelang und das Nest zerstört war…
DSC_6735.jpgund die Kolbenenten haben sich hochzeitsfein gemacht.
DSC_6156.jpgDie Sturmmöwe brütet wieder auf ihrer kleinen Insel….
DSC_7307.jpgund der erste Neuntöter singt…
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Und ich?
Ich singe auch, und hier ist mein Gesang erst mal zu Ende!

Bunte Fracht der Frühlingswinde

Der Mai ist gekommen: Überraschende Wochen…

Ich hab länger nichts mehr gepostet, weil ich sehr viel unterwegs war und gar nicht so recht wusste, wie ich meine Erlebnisse ordnen soll. Heut zeig ich euch einfach einen Teil dessen was mir in den letzen 5 Wochen so überraschend wie ungeordnet entgegen gekommen ist und denke ihr werdet euch genau so drüber freuen wie ich.
Hier erst mal die Landschaften, Motto: Licht ist alles…

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Und hier die Vögel, in der Reihenfolge ihrer Auftritte, Motto: Farbe, Federn, Flug und Zug…
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Mäusebussard Balzruf
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Schwanzmeise beim NestbauDSC_4307.jpg
Löffelente Männchen
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Heidelerche
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Schwarzstorch
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Kornweihe Männchen
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Graugänse
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Rotkehlchen
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Waldwasserläufer
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Rothalstaucher
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Knäkenten
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Kampfläufer und Reiherente
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Baumpieper
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Fichtenkreuzschnabel
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Bergfink
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Fischadler
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ZaunkönigDSC_5423.jpg
Rohrweihe Männchen
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Rohrweihe Weibchen
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Heidelerche füttert
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Klappergrasmücke
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Kranich im SchilfDSC_6128.jpg
Graugänse
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Braunkehlchen
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Kolbenenten
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Wiesenschafstelze
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Seeadler von Kolkraben attackiert
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Flussuferläufer und…
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der symbolträchtige ;-) Sonnenuntergang am

ENDE

50 neue Fotos auf Flickr

Hallo ihr Lieben,
diesmal mach ich es mir etwas einfacher als sonst:
Ich hab auf meinem Flickr-Account ca. 50 neue Fotos eingestellt. War viel unterwegs, hatte auch sonst viel zu tun und bin nicht dazu gekommen, einen „richtigen“, d.h. schön gestalteten Beitrag einzustellen. Mach ich aber bald, dann werd ich diesen provisorischen löschen.
Die neuen Fotos stehen ganz am Anfang.
https://www.flickr.com/photos/manorathgeber/

Frühlingsluft

Kennt Ihr das auch: Wenn es im Frühjahr wärmer wird, wenn morgens kräftiger Wind die Wolken vor sich her treibt, dann spüre ich, dass ein neues Jahr heran kommt, freue mich auf alte Bekannte aus der Vogelwelt und sehe etwas wehmütig andere, die den Winter über hier geblieben sind, wieder in ihre heimatlichen Gebiete ziehen.
DSC_0042.jpg
Große Staffeln von Tundrasaatgänsen sind an mehreren Tagen nach Osten geflogen,
DSC_3119.jpg
und ein riesiger Trupp von mindestens 600 Kranichen ruhte bei uns am Ortsrand,
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flog nach Osten ab…
DSC_3470.jpg DSC_3284.jpg
und auch dieser Trupp Kormorane war auf einen Ortswechsel aus:
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Die Misteldrosseln haben Partner gefunden…
DSC_3367.jpgund angefangen zu singen:
DSC_3150.jpg 
Die Feldlerchen zogen in großen Trupps nach Norden und ergänzten auf den Feldern ihre Fettreserven,

DSC_3162.jpg
aber die ersten blieben im Gebiet und markierten aufsteigend und singend ihren Revieranspruch:
DSC_3360.jpg

Wenig später tauchten auch die ersten Heidelerchen auf und taten es ihnen gleich:
DSC_3593.jpg

Ein großer Trupp von fast 30 balzenden Kolkraben flog über mich weg…

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und im Heidegebiet…
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hab ich die ersten verpaarten Goldammern gesehen:
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Wacholderdrosseln ließen sich in den Baumwipfeln nieder…
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und die Stieglitze begannen zu singen:
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Das nahe Teichgebiet war tagsüber ziemlich leer…
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aber an einem regnerischen Morgen, kurz vor Sonnenaufgang…
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hab ich dort einen Trupp Zergschwäne gesehen. Die sieht man meist nur zusammen mit Singschwänen und sie rufen zusammen mit diesen, aber hier hatte ich die Gelegenheit, die Rufe der Zwergschwäne isoliert aufzunehmen:
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Später hab ich noch einen Zergschwan zusammen mit Singschwänen gesehen, der hatte einen ganz ungewöhnlich einfarbigen Schnabel:
DSC_3469.jpgEs war nicht festzustellen, ob es sich um eine abweichende Färbung oder nur um einen lehmigen Überzug handelte.
Sehr geschäftig ist dieser männliche Schwarzspecht über mich hinweg geflogen…
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und sehr weit entfernt saß ein Merlin und schaute sich nach Kleinvögeln um…
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wie diesem Wintergoldhähnchen:
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Ein Seeadler kreiste über dem Teichgebiet,
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aber er war auf größere Beute aus und die Graugänse flogen hektisch auf:
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Erst auf einer etwas näheren Aufnahme hab ich gesehen, dass der Seeadler eine Wucherung im Gesicht hatte, die sich über die ganze rechte Seite seines Kopfes zog und den Schnabel und auch das Auge zu überdecken begann:
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Dieser Rotmilan im Jugendkleid, in erster Linie kenntlich an seinem hellen Stoß…
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flog schon seit einigen Wochen übers Gebiet, hält ein Stück Fisch in seinem Fang und ist offensichtlich in bester Verfassung…

Tänzchen für den Silberreiher

Neulich vertrat  sich ein Silberreiher auf dem Eis die kalten Füße und  ich konnte ihn sehr nah fotografieren. Silberreiher haben sonst eine sehr große Fluchtdistanz und ich finden der weiße Reiher hat sich auf dem hellen Hintergrund sehr erfreulich in Szene gesetzt…
Ich hab mal einige Fotos zu einem, nicht ornithologisch korrekten ;-) kurzen Tänzchen arrangiert und wünsche euch viel Spaß damit!
Ich empfehle euch, dafür diese Musik zu starten:

Musik: David Szesztay: The Dance Lizenz CC-BY-NC 3.0

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Wenn Ihr mal nen Silberreiher seht, erzählt dem bitte nicht weiter was ich aus den Fotos gemacht habe, denn wenn sich das bei denen rum spricht krieg ich nie wieder einen zu sehen…

Tod eines Singschwans und ein Überlebender

 1.Tod:

Vor gut 2 Wochen war ich an den Kiesteichen hier in der Nähe, an einem sonnigen Morgen, bei schönem Licht. Die Teiche waren zugefroren:
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Deshalb war wenig los, bis auf einige überfliegende Stockenten…
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und etwas später hab ich einen einzeln ruhenden Singschwan auf dem Eis gesehen. Das kam mir seltsam vor, denn Singschwäne fliegen zumindest in Familienverbänden oder noch viel größeren Trupps:
DSC_1858.jpgAls ich ihm vom Ufer aus etwas näher kam stand er auf und ging langsam weg, ohne abzufliegen, was ihm auch von einer Eisfläche aus ohne Weiteres möglich gewesen wäre:
DSC_1860.jpgEin paar Tage später war er immer noch auf der Eisfläche, diesmal weit entfernt:
P1200559.jpgInzwischen war ein sehr großer Trupp von insgesamt 197 Vögeln an mehreren Tagen auf einem Maisstoppelfeld am Rand unsres Ortes:
DSC_0001.jpgAuch einige Grau- und Tundrasaatgänse waren dabei…
DSC_2637.jpgund ein großer Trupp von mindestens 160 Kranichen war immer noch im Gebiet und flog hin und her, um auf den umliegenden Feldern Nahrung zu finden:
DSC_2656.jpgVorgestern war ich dann wieder bei an den Kiesteichen um nachzuschauen was aus dem Singschwan geworden ist. Die Eisflächen waren schon teilweise getaut,
DSC_0006.jpgnur auf den Wegen waren noch gefrorene Pfützen…
DSC_0019.jpgund dort sah ich dann den Rest eines Handflügels…
DSC_2652.jpgund am Rand dieses  kleineren Teichs…
DSC_0008.jpgfand ich das was vom Singschwan sonst noch übrig geblieben war:
DSC_2654.jpgOb krank oder verletzt, ob von einem Tier gerissen oder einfach verendet, war nicht mehr festzustellen. Jedenfalls war das, was wir Natur nennen, den üblichen Weg gegangen…
Ich hab ihn noch beim Veterinäramt gemeldet, aber  ein Verdacht auf Vogelgrippe wurde dort nicht gesehen…

2. Überleben:

An der Aller gab es mehrere Jahre lang einen flugunfähigen Singschwan, der am Flügel verletzt und deshalb auch den Sommer über hier geblieben war:
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Manchmal leisteten ihm Höckerschwäne Gesellschaft…
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und gelegentlich schloss er sich mit seinem herunter hängenden Flügel sogar einer Nilgans an:
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Ich hab oft gedacht, wie er sich gefühlt haben mag, wenn im Frühjahr seine Artgenossen über ihn hinweg flogen, um ihre nördlichen Brutgebiete wieder aufzusuchen:
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Aber er hat wenigstens überlebt…

Kraniche, Singschwäne, Schnee

Heute war ein trüber Tag mit Nieselregen, der die Schneedecke langsam zum Schmelzen  brachte:
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Ich wollte mal nach den Kranichen schauen, von denen sich noch vor zwei Wochen mehr als zweihundert in unsrer Gegend aufgehalten hatten. Aber es waren nur noch wenige hier. Sie hielten sich auf Maisstoppelfeldern auf, wo sie immer noch etwas zum Fressen finden:

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O.k. dachte ich, dann schau ich mal nach, ob die Singschwäne noch vor Ort sind, von denen ein Nachbar berichtet hatte . Aber die entsprechenden Felder waren leer:

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Auch an der Straße, wo sich kürzlich fast zweihundert versammelt hatten, waren nur noch 29 zu sehen: 22 Adulte (Erwachsene) und 7  Jungvögel 2.KJ (2.Kalenderjahr, also vorjährig).
Nachdem ich sie gezählt hatte hab ich ihnen noch eine ganze Weile zugeschaut und war wie immer fasziniert von der Gelassenheit mit der sie sich bewegen. DSC_2620.jpgFriedlich ruht eine Familie, die Jungschwäne sind noch etwas kleiner, dunkler und haben eine zart gelbliche Schnabelfärbung:
DSC_2587.jpgHier sind zwei Jungvögel dabei, die schon einen gelblicheren Schnabel haben und die bereits in ihr weißes Erwachsenenkleid wechseln:
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Immer mal wieder läuft eine Welle von Flügel schlagendem und lautstarkem Balz-Imponiergehabe durch die Gruppe:

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Aber bald ist man wieder entspannt,
DSC_2586.jpgstreckt sich etwas,
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sieht lieber zu dass man etwas Fressbares findet…
DSC_2632.jpgund hält leise Kontakt:

Eisfreie Zone: Braunschweiger Rieselfelder

In ganz Niedersachsen waren die Teiche zugefroren, da wurde es doch mal Zeit, zusammen mit einem Orni-Kollegen an die Rieselfelder in Braunschweig zu fahren, denn dort fließt immer vorgeklärtes Wasser und hält die Flächen eisfrei.DSC_0014.jpg Dazu war es auch noch sonnig und weil es in der Region kaum eisfreie Flächen gab waren diese Teiche gut besetzt. Immer wieder flogen Trupps von Graugänsen übers Gebiet…
DSC_2386.jpg und ab und zu mal eine Lachmöwe:
DSC_2404.jpgDie Rieselfelder sind von mäandernden Kanäle durchzogen und dort…
DSC_0009.jpg auf einer Grasfläche fiel uns ein Mäusebussard auf, der gerade in der Luft von Rabenkrähen attackiert worden war und uns ungewöhnlich nah herankommen ließ:
DSC_2293.jpgVielleicht war er verletzt oder auch nur geschwächt, aber als er seine Flügel anhob konnte man erkennen, dass einige Federn nicht am richtigen Platz waren:
DSC_2290.jpg An den Teichen…
DSC_0005.jpg konnten wir einem Silberreiher beim Fischen zusehen…DSC_2437.jpg bis er genug von uns oder vom Fischen hatte und aufflog…
DSC_2328.jpgso dass wir endlich ein Auge für die wunderbaren Krickenten-Männchen hatten und sie im besten Sonnenlicht fotografierten:

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Und als ob diese Farbenpracht noch nicht genug wäre ging ein Eisvogel dicht bei uns im Gezweig nieder, ließ sein kobaltblaues Rückengefieder aufblitzen und drehte sich um, so dass wir auch noch seine Vorderseite bewundern konnten.

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Unten ließen sich Tafelenten…

DSC_2353.jpg und Brandgänse treiben,
DSC_2536.jpgSchnatterenten schwammen am Schilf entlang…
DSC_2373.jpgund flogen über uns hinweg…
DSC_2378.jpgund ein Löffelenten-Männchen hielt Distanz:
DSC_2419.jpgDie Bergente aber, die wir ziemlich dringend fotografieren wollten, weil sie so selten hier auftaucht, hielt ungerührt und viel zu lang ihren Kopf unterm Flügel…
DSC_2334.jpgbis wir etwas genervt weiter zogen und den erschöpften Bussard an einer anderen Stelle noch einmal im Gras entdeckten:
DSC_2476.jpgWir überlegten schon, ob wir ihn einfangen und zu einer Station für verletzte Vögel bringen sollten da flog er auf…
DSC_2500.jpgund ging gleich wieder an einer entfernteren Stelle nieder, hoffentlich um sich zu erholen und das nächste Mal Krähenattacken besser auszuweichen.
Ganz zum Schluss haben wir die Bergente noch mal besucht, sie etwas näher am Ufer gefunden und sie war ENDLICH ausgeruht und posierte graziös und kurz lächelnd ;-) für ein Foto,
DSC_2488.jpgbevor sie schwupps den Kopf wieder unter die Flügel steckte!
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Fazit: Ein guter Tag für uns und hoffentlich auch noch für den Mäusebussard…